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Sprechstunde am 30. Mai: Pflanzliche Arzneimittel bei Darmproblemen


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Lesen Sie mehr über Midro® Tee und die Wirkung der Senna-Pflanze auf der Midro-Homepage.Abführmittel

 

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Laxantien sind Medikamente

Abführmittel oder Laxantien sind hochwirksame Medikamente, die zu einer Darmentleerung führen. Sie erreichen dies, indem sie den Darminhalt vergrößern und so die Eigenbewegung des Darms fördern. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Anhand ihrer Wirkungsweise werden unterschieden:

 

Die Anwendung von Laxantien unterliegt bestimmten Indikationen

Für Laxantien gibt es, genau wie für jedes andere Medikament, Indikationen, bei denen ein Einsatz sinnvoll ist, z. B.:
  • zur Vermeidung von Bauchpressen nach einem Herzinfarkt oder bei ausgeprägter Hypertonie. Bauchpressen beim Stuhlgang führt zu einer erheblichen kurzfristigen Erhöhung des Drucks im Bauchraum, der sich auch auf die Blutgefäße auswirkt.
  • bei schmerzhaften Erkrankungen am After, z. B. Hämorrhoiden, Analfissuren o.ä.
  • zur Entleerung des Darms vor einer Operation oder einer Röntgenuntersuchung im Darmbereich, damit der Arzt die entsprechenden Abschnitte gut sehen kann.
  • bei kologener Verstopfung (Slow-Transit-Obstipation) sollten mit motilitätsfördernden Laxantien behandelt werden, z. B. mit Senna, Bisacodyl oder Polyethylenglykol, den bei dieser Form der chronischen Verstopfung wirken eine ballastoffreiche Ernährung, mehr Flüssigkeit und mehr Bewegung nicht.
  • als unterstützende Maßnahme bei extrem hartnäckigen und schwerwiegenden Verstopfungen, wenn die Selbsthilfe-Maßnahmen nicht wirksam waren.
  • bei Koprostase. Dieser Begriff wird für einen Kotstau verwendet, bei dem sich möglicherweise auch Kotsteine im Dickdarm gebildet haben.

 

Langzeitanwendung nur auf ärztlichen Rat

Laxantien sollten - egal, ob synthetisch oder pflanzlich - nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Allgemein gilt die Faustregel eine Woche, längstens zwei Wochen. Grundsätzlich gilt: Auch Abführmittel sind Medikamente, deren längere Einnahme nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen sollte.

 

Flyer "Familie, Freunde, Beruf -
keine Zeit für Verstopfung!" hier als pdf downloaden.

Wer eine Selbstbehandlung mit Abführmitteln durchführen möchte, für den kann das folgende Stufenschema eine Hilfe sein:

Behandlung der Verstopfung in Stufen

 

Die Risiken müssen bedacht werden

*vgl. MEDLINE
Alterations in colonic anatomy induced by chronic stimulant laxatives: the cathartic colon revisited. Author Joo JS; Ehrenpreis ED; Gonzalez L; Kaye M; Breno S; Wexner SD; Zaitman D; Secrest K Address Department of Colorectal Surgery, Cleveland Clinic Florida, Fort Lauderdale, USA. Source J Clin Gastroenterol, 1998 Jun, 26:4, 283-6

Kinder sollten keine Abführmittel einnehmen. Auch Erwachsene sollten nicht ständig ohne ärztlichen Rat Abführmittel nehmen. Insbesondere sollte die Dosis nicht ständig erhöht werden.

Wer über einen langen Zeitraum ohne ärztliche Betreuung Laxantien einnimmt, kann ernsthafte Folgeschäden erleiden, u.a.:

 

Viele Abführmittel führen bei längerer Einnahme zu einer Gewöhnung. Sie brauchen dann immer höhere Dosierungen, um abzuführen. Gleichzeitig erhöht sich das Risiko schädigender Nebenwirkungen. Sinnvoller ist es, die Selbsthilfe-Maßnahmen konsequent durchzuführen, die bei den Behandlungsmöglichkeiten beschrieben werden. Eine Ausnahme scheint das pflanzliche Senna zu sein, dass auch bei längerer Einnahme nicht zu einer Gewöhnung führt (Vgl. dazu: Pharmazeutische Zeitung: Experten erarbeiten Konsensuspapier).

 

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