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Melanin gibt unserer Haut Farbe
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Die Haut besteht aus mehreren Schichten (vgl. Hautschichten). In der gesunden Haut bilden in
der Tiefenschicht (Basalzellschicht) der Oberhaut
gelegene Pigmentzellen (Melanozyten) das Pigment Melanin. Melanin gibt unserer Haut Farbe
und sorgt bei Sonneneinstrahlung für eine Bräunung der Haut und dient außerdem als
Sonnenschutz. Sonneneinstrahlung bzw. UV-Licht regt die Melaninproduktion an.
Ausgangssubstanz für das Melanin ist die Aminosäure Tyrosin. Melanin wird von den
Pigmentzellen über lange Ausläufer an die Umgebung abgegeben. |
Die Melanozyten produzieren kein Melanin mehr
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Bei der Vitiligo verlieren die Melanozyten die Fähigkeit zur Produktion
von Melanin, so dass in den betroffenen Hautarealen weniger bis gar kein Melanin mehr
gebildet wird. Die Haut erscheint deshalb weißlich. Auch die Behaarung dieser
Körperstellen verliert häufig ihr Pigment. Das ist aber nicht in jedem Fall so. |
Vitiligo ist eine echte Krankheit
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Es handelt sich bei der Vitiligo nicht nur um eine bloße
"Pigmentstörung" und ein "kosmetisches Problem", als das es häufig
beschrieben wird. Aufgrund der Zerstörung der melaninbildenden Zellen kann in den
erkrankten Körperpartien kein Melanin mehr für den Sonnenschutz sorgen. Vitiligo ist
deshalb allein wegen der organischen Veränderungen eine echte - wenn auch keine
lebensbedrohliche - Krankheit. Die psychischen Folgen dieser Krankheit sind oft so
erheblich, dass sie ebenfalls als Bestandteil des Beschwerdebildes bzw. als Folge häufig
behandlungsbedürftig sind. |
Schwere und Ausbreitung kann nicht vorhergesagt werden
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Die Krankheit beginnt bei ca. der Hälfte der Betroffenen noch vor dem 20.
Lebensjahr. Eine Faustregel besagt: je früher sie auftritt, um so größer ist der zu
erwartende Befall. Aber der Verlauf der Erkrankung und der Schweregrad kann nicht
eindeutig vorhergesagt werden. Er ist letztlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der
Pigmentverlust tritt häufig bei dunkelhäutigen Patienten deutlicher hervor als bei
hellhäutigen.
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