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Symptome und Entstehung eines akuten einseitigen
Ausfalls des Gleichgewichtsorgans - Vestibularisausfall
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Organische Störung des Gleichgewichtsorgans oder des Hör- und
Gleichgewichtsnervs
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Das Gleichgewichtsorgan wird auch Vestibularorgan genannt
und liegt zusammen mit der für das Hören wichtigen Schnecke (Cochlea) im
Innenohr (vgl. Anatomie des Ohrs).
Eine plötzliche Störung der Funktion des Vestibularorgans kann
Schwindelattacken und Gleichgewichtsstörungen auslösen. Zudem ist nicht
auszuschließen, dass auch eine Funktionsstörung des Hör- und Gleichgewichtsnervs
für diese Beschwerden verantwortlich ist und nicht (nur) das eigentliche
Vestibularorgan. Der Hör- und Gleichgewichtsnerv (achter Hirnnerv, Nervus
vestibulocochlearis) leitet die Hör- und Gleichgewichtssignale von der Schnecke
beziehungsweise vom Vestibularorgan in das Gehirn weiter. Dort werden die
Signale weiter "verschaltet", bis sie tatsächlich als Hör- und
Gleichgewichtseindruck wahrgenommen und zusammen mit anderen Sinneseindrücken
vom Gehirn integriert und beurteilt werden. |
Betroffene
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Zu einem akuten einseitigen Vestibularisausfall kommt es
besonders häufig ungefähr zwei Wochen nach einem grippalen Infekt. Meistens sind
Menschen im mittleren Lebensalter betroffen (jedoch nicht ausschließlich). |
Mögliche Ursachen
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Die genaue Ursache der plötzlichen Funktionsstörung des
Vestibularorgans beziehungsweise des Hör- und Gleichgewichtsnervs ist nicht
bekannt. Diskutiert werden verschiedene Möglichkeiten:
- durch Viren ausgelöste Schädigung des Hör- und Gleichgewichtsnervs
- Durchblutungsstörungen im Innenohrbereich
- Stoffwechselabbauprodukte, welche die Funktionsfähigkeit des
Vestibularorgans oder des Hör- und Gleichgewichtsnervs beeinträchtigen
- mechanische Ursachen, beispielsweise Druckausübung auf den Hör- und
Gleichgewichtsnerv
Der akute einseitige Vestibularisausfall äußert sich in Form
eines plötzlich einsetzenden Drehschwindels. Der Patient hat das Gefühl, sich
auf einem drehenden Karussell zu befinden. Dieser Drehschwindel hält meist über
mehrere Tage an. Als Begleiterscheinungen kommen in der Regel Übelkeit,
Erbrechen und ausgeprägte Gleichgewichtsstörungen hinzu.
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