Rauchen und Raucherentwöhnung

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Medikamentöse Methoden der Rauchentwöhnung
Nikotinersatzstoffe

Wenn ein Raucher das Rauchen aufgibt, fehlt dem Körper das gewohnte Nikotin - er leidet unter Entzugssymptomen: Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit, die Gier nach einer Zigarette stellt sich ein.

 

Entzugssymptome werden abgemildert

Zur Erleichterung des Entwöhnungsprozesses kann das Nikotin aus der Zigarette durch die medikamentöse Gabe von Nikotin ersetzt werden. Dadurch werden die Entzugssymptome wird abgemildert. Die Medikamente enthalten nur Nikotin, nicht aber die sonstigen schädlichen Substanzen wie Teer oder Kohlenmonoxid. Die Nikotinsubstitution ist deshalb weit weniger gesundheitsschädigend als das Rauchen selbst.

 

Doppelte Erfolgschancen

Im Laufe der Entwöhnung kann die Dosis langsam reduziert werden, bis der Körper kein Nikotin mehr braucht. Durch die Nikotinersatztherapie lassen sich die Erfolgschancen von entwöhnungswilligen Rauchern nahezu verdoppeln. Welche Art des Nikotinersatzes für den jeweiligen Raucher am besten geeignet ist, richtet sich nach der Stärke seiner Abhängigkeit und ob er in regelmäßigen Zeitabständen oder in unregelmäßigen Intervallen raucht.

 

Nikotinpflaster

Das Nikotinpflaster ist nicht rezeptpflichtig. Durch Nikotinpflaster wird ein kontinuierlicher Nikotinspiegel erzeugt, wodurch Nikotinwirkung und bisheriges Suchtverhalten entkoppelt werden. Das Pflaster wird täglich gewechselt und über acht bis zwölf Wochen ausschleichend angewandt. Es ist für Raucher mit einer mittelstarken Abhängigkeit, die in regelmäßigen Abständen rauchen, geeignet.

 

Nikotin- Kaugummi

Das Nikotin-Kaugummi ist nicht rezeptpflichtig. Beim Kauen wird Nikotin freigesetzt und von der Mundschleimhaut aufgenommen. Das Kaugummi muss langsam gekaut werden, da nur der Teil des Nikotins seine Wirkung entfalten kann, der über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Gelangt zu viel Nikotin in den Magen kann es zu Magenbeschwerden kommen. Pro Stunde kann ein Kaugummi gekaut werden, maximal 16 Stück pro Tag. Auch beim Nikotin-Kaugummi wird die Dosis allmählich reduziert und nach der zwölften Woche ganz ausgeschlichen. Nikotin-Kaugummis sind besonders geeignet, wenn nur eine leichte bis mittelschwere Abhängigkeit vorliegt und nur unter bestimmten Bedingungen (Stress, Geselligkeit) geraucht wird.

 

Nikotin- Lutschtablette

Lutschtabletten sind rezeptpflichtig. Durch diese Darreichungsform ist ein wirksamer Nikotinspiegel nach 15 bis 30 Minuten vorhanden. Die Wirkung ist stärker als bei Kaugummis. Lutschtabletten sind vor allem geeignet bei mittelstarker bis starker Abhängigkeit bei ungleichmäßigem Tageskonsum.

 

Nikotin- Inhaler oder Nasenspray

Sowohl Nikotin-Inhaler, als auch Nasenspray sind rezeptpflichtig. Das Nasenspray ist nur noch über den internationalen Handel erhältlich. In dieser Form kann Nikotin sehr rasch und hochdosiert zugeführt werden. Nasenspray und Inhaler sind vor allem für stark abhängige Raucher geeignet.

 

Ärztliche Kontrolle

Raucher mit Herzrhythmusstörungen, koronarer Herzkrankheit oder abgelaufenem Schlaganfall sollten eine Nikotinersatztherapie nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchführen.

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